Zeitungsbericht – Jubiläumskonzert MV Moosheim-Tissen e.V.

Schöner hätte es für den Vorsitzenden des Musikvereins Moosheim-Tissen, Andreas Fluhr, am Samstagabend nicht sein können: Am Ende des Jubiläumsjahrs zum 110-jährigen Bestehen der Kapelle führte diese im Dorfgemeinschaftshaus in Renhardsweiler ein Jubiläumskonzert auf: die Halle war voll und das Orchester unterhielt die Besucher mit bester Blasmusik. Es fehlte nicht an Abwechslung. Dafür sorgte auch der Nachwuchs, der sein Können zeigen durfte. Ein weiterer musikalischer Leckerbissen war der gemeinsame Auftritt mit dem berittenen Fanfarenzug aus Bad Saulgau.

„Die Zukunft unserer Musikkapelle von morgen“, sagte Andreas Fluhr, bevor 20 Buben und Mädchen vor großem Publikum auftraten. Das geizte natürlich nicht mit Beifall und „zufällig“, so Leoni Gebhart, habe man auch noch eine Zugabe parat.

Für die Aktiven hieß es, dem Motto des Abends – „So schön ist Blasmusik“ – gerecht zu werden. Der gleichnamige Titel – die bekannte Eröffnungsmelodie aus dem Grand Prix der Volksmusik – erklang zu Beginn des Konzerts. Alles stimmte bei diesem Eröffnungsstück und so legten die Kapellen den Grundstein für einen schönen, unterhaltsamen Konzertabend. Franziska Reiter brachte als Sängerin bei „Lenas Song“ mit ihrer klaren Stimme die lebensbejahende Botschaft des Songs eindrucksvoll zum Ausdruck. Das Orchester unter der Leitung von Christine Wetzel war beim Lied „Flieg mit mir“ der ideale musikalische Wegebereiter. Ein ungewohntes Bild bot sich, als sich der Fanfarenzug Bad Saulgau mit seinem musikalischen Leiter Josef Fürst zum Orchester gesellte. Mächtig und spektakulärer Auftritt bei den Stücken „Kreuzritter-Fanfare“ und dem „Hymnischen Musikspiel“. Das Publikum belohnte das gute Zusammenwirken der beiden Musikformationen mit viel Beifall.

Ein Kinderchor mit etwa 25 Buben und Mädchen formierte sich anschließend vor der Bühne. Speziell zu diesem Abend hatten sich die Kinder mit Christine Wetzel als Leiterin zusammengefunden. Sie wollten ihren Beitrag zum Programm leisten. Es war ein berührendes Lied aus dem Musical „Tabaluga“, das der Chor aufführte.

Marsch-, Polka- und Walzermelodien sowie Traditionsmusik im böhmisch-mährischen Stil bestimmte den zweiten Konzertteil des Programms. Mit klangvoller, schmissiger Musik präsentierte Christine Wetzel und ihr Orchester als erstes den „Kaiserin-Sissi-Marsch“. Hier kam eindrucksvoll durch die Musik das bewegte und nicht immer leichte Leben der jungen Kaiserin zum Vorschein. Mit der Polka „Schön bei euch zu sein“ erfüllte klangvolle Musik den Saal. Ein sehr facettenreicher, virtuoser Titel, bei dem die einzelnen Register sehr sauber den Boden für ein brillantes Gesangs-Quartett bereiteten.

Andres Fluhr, Hans und Christine Wetzel sowie Stefan Winkhart stellten gesanglich die Frage: „Wollt ihr weiter mit uns geh’n?“. Dafür gab es verdienten Beifall sowohl für Orchester als auch für die Gesangsinterpreten. Beim Kuschelwalzer von Pater Schad konnten sich die Zuhöhrer einfach zurücklegen, dem Gleichklang der Höner lauschen und die weiche Harmonie des Blechs und das feine Holz genießen.

Mit dem Stück „Das goldene Flügelhorn“ erreichte das Orchester abermals eine Steigerung. Hans Wetzel, Andreas Fluhr und Stefan Winkhart sangen ein „Hoch“ auf dieses Instrument, während die Musikanten mit ihrem solistischen Beitrag die beste Werbung für bodenständige Blasmusik betrieben. Dann war es so weit: Theresa und Elena Fluhr, die den ganzen Abend charmant durchs Programm führten, kündigten mit „Späte Liebe“ die letzte Polka an. Nach den Egerländer-Klängen forderte das Publikum eine Zugabe. Zusammen mit dem Fanfarenzug erklang der „Parademarsch der 18er Husaren. Mit dem Titel „Wenn der Tag zu Ende geht“, verabschiedeten sich die Musiker des Musikvereins Moosheim-Tissen.

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