Bericht Bürgerball 2026

Musikverein mischte beim Bürgerball den Märchenwald auf

Die größte „Märchenstunde“ spielte sich beim Bürgerball des Musikvereins Moosheim-Tissen ab. Doch zuerst galt ein Blick von „Oberzwerg“ Patrick Herrmann in die Runde, wer alles den Weg zur Märchenstunde in den Bürgersaal fand, um sie auf drei Stunden Stimmung und beste Unterhaltung mit zunehmen. Mit dabei natürlich wieder die beiden Ortsvorsteher Alfons Reuter (Tobias Jäggle) und Alwin Langenberger (Markus Widmann), die sich wacker schlugen und sich auch selbst den Spiegel vor hielten. Alwin hielt seinem Moosheimer Kollegen vor, wie er sein neu erbautes „Schlössle“ am Ortsaugsang platziert hat und den „Adler“ als touristisches Highlight vermarkten will. „A Parkhaus moß her“, so Alfons. „I hau Tissa fest em Griff, aber Du Alfons versprichst de Leit gar viel“. Doch Ende der Märchenstunde, denn die „Bremer Stadtmusikanten“ zogen auf und dabei hatte die Jugendkapelle musikalisch ihre Qualitäten für die Reise nach Bremen auf dem Programm, aber: „Mir bleibet am beschta en Mossa-Tissa“. „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat den größten Eintrag im Grundbuch im Land“, wollte Alfons wissen, was Alwin zum Kontern einlud. „Mir en Tissa hend Felder und Wälder, ui en Moosa fehlet Gelder“. Von diesem Geschwätz lenkten dann „Anton“ (Dirigent Anton Lehner) und seine Truppe ab, denn es ging rund im Märchenwald mit Stimmungsmusik pur, was selbst „Schneewittchen“ aus dem Bettchen warf. Die „Singenden Männer“ widmeten Aschenputtel ihre Aufmerksamkeit. Sie spielten das Drama in einer eigenen Version wider und: Wenn sie nicht gestorben sind, dann singen sie noch heute.

Eine gute Figur machte das Männerballet. Ob im „klassichen Tanz“ oder auch als die „7 Zwerge“.

Wer der schönste und fleißigste Ortsvorsteher ist, konnte der Spiegel nicht definieren, aber, so an OV Alwin gewandt: „Dein Spiegelbild passt nicht mehr in meinen Rahmen“. Da ließ man doch lieber die jungen Mädels tanzen und Johannes Koch mit der „Märchenband“ abrocken. Und dann war die „Bude“ zur Stelle, die sich rührend um Schneewittchen kümmerte. Allerdings wurde das holde Kind nach ihrem Tod „unspektakulär“ im Wassergraben entsorgt. Keine Märchen, nein „reine Tatsachen“ tischten dann die Schleifer Andreas Fluhr und Renate Braun dem Märchenvolk auf, bevor die Jungs vom Narrenverein mit ihrem Tanz über den Waldboden schwebten. Stefan Winkhart ließ die „Biberjagd“ noch einmal Revue passieren, bis zum großen Finale geblasen wurde.

Quelle: Lutz, Wolfgang: Musikverein mischte beim Bürgerball den Märchenwald auf in: Schwäbische Zeitung, 17.02.2026, (18.02.2026)

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