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Zeitungsbericht – Bürgerball 2019

Von Wolfgang Lutz

Die „Bude voll“ hatte Hüttenwirt Andreas Fluhr  beim Bürgerball im Klostersaal in Moosheim. Klar, es stehen Fester noch und noch an und da will der „schönste Ort vo Sulga“ nicht zurückstehen und zeigen, wie auf dem Land gefestet wird. Eigentlich wollte man eine zünftige Hüttengaudi abziehen, aber dazu noch die Jubiläen 1200 Jahre Stadt Saulgau und 111 Jahre Musikverein Moosheim-Tissen zu stemmen, war doch etwas zuviel. Auf jeden Fall zeigten die Akteure aus Moosheim-Tissen schon mal, „dass mir besser feira kennet wia dia en d'r Stadt“. Und wie, die „Ortskanonen“ brannten ein fast dreistündiges Programm ab, das sich gewaschen hatte.

„Was geht uns die Feier in Saulgau an? Wahrscheinlich suchen sie wieder jemand zum Schaffa“, so das Ortskommitee. Wichtiger sei das 111jährige Bestehen der Musikkapelle. „Do losset mir eiß it nei schwätza“. Hängt doch ein paar Saulgauer Fahnen im Ort auf und kassiert dafür von der Stadt den Zuschuß. Ja, an Ideen mangelte es nicht. „Aber feira dont mir z'samma, des könnet mir“, waren sich „Alwin“ und „Schorsch“ aus Moosheim und Tissa (Wolfgang und Roland Langenberger) einig, die als Chefplaner das Publikum den ganzen Abend auf dem Laufenden hielten. Klar, zu einem Fest gehört auch ein Tanz als Augenschmaus. Dazu schickten die zwei die jungen Musikantenmädels auf die Bretter, die gleich zweimal dem Ballpublikum eine Freude bereiteten. Auch muß man wissen, was in Moosheim und Tissen so das ganze Jahr los war, wenn man zum Festen ins Dorf eingeladen ist. Die „Schleifer“ (Christine Wetzel und Andreas Fluhr) hatten dazu wieder alles sauber aufbereitet. Das eingefrorene Güllenfass, das Malheur mit den Autos nach der Musikprobe, der „Bauchplatscher“ eines renommierten Moosheimer Bürgers bei Tanzen – Mißgeschicke am laufenden Band bis hin zu Liebesdramen.

Aber in Moosheim wußte man auch, dass zu einem großen Fest wie der 1200-Jahrfeier ein Sternekoch nicht fehlen darf. „Alwin und Schorsch“ mußten zusehen, wie sich die „Bude Tissen“ diesem Thema hautnah vor Ort annahm. „Lecker aufs Land“ rückte an und aus drei erfahrenen Hausfrauen wurde die beste Köchin Oberschwabens gewählt. Sie darf als Siegerin nun bei der 1200-Jahrfeier in Saulgau die Gäste bekochen. „Zenta“ hieß die Glückliche, die mit ihrer einmaligen Kreation eines Käsebrotes das Rennen machen. Ungewohnte musikalische Töne drangen dann durch die Klostermauern, denn die Partnerschaftskapelle aus Chalais mit ihrer Dirigentin Julia (Julia Wetzel) wollte ebenfalls mit dabei sei, wenn in der Partnerstadt Saulgau gefestet wird. Das versprach Stress pur für den „Bauhofchef“ (Tobias Jäggle), an dem wieder alle Festvorbereitungen hingen. „Ihr send it auf d'r Trauerfeier en Sulgau, ihr send in Moosheim“, klärte er die Franzosen schon mal auf. Ein Fünf-Sterne-Hotel, das Doris Schröter der Delegation bei ihrem Besuch im Oberschwäbischen versprochen habe, befinde sich gleich nebenan im „Adler“ nebst Spa-Bereich am Nonnenbach. Ja und Präsidenten habe die Stadt genug, so der Mann vom Bauhof auf Nachfrage: „Von d'r Frau Schröter über Strigl, Alfons und Peter, mir hond alles, sogar oine, dia des erscht werra wellet wia d'r Alwin“. Doch es ging um den Auftritt der Patenschaftskapelle. Aber „Mädle, mir wend koi so a Baguette-Musik, dia Leit wend was Fetziges höra“, beschwor der Bauhofmann die graziöse Dirigentin, die mit dem Wort „Polka“ nichts an zu fangen wußte. Da halfen ein paar Schluck Rotwein nach und die Franzosen hatten es geschnallt, wie auf dem Land musiziert wird.

„Geiht's eigentlich dia singende Männer no“, wollte „Alwin“ von „Schorsch“ wissen, denn sie würden ebenfalls zum 111jährigen Jubiläum ins Programm passen. Ja, sie kamen, sehr gemächlichen Schrittes. Dies setzte sich dann auch locker-rockig fort bei ihrem Lied „No nett huddla“. „Rücksprache“ hielt das Festkommitee auch mit Pfarrer Öhl wegen der Messe am Jubiläum. Ob dann die zwei „staubigen Ordensbrüder“ Markus Cantomas (Markus Widmann) und Patrizius Meßmerus (Patrick Hermann) wohl die Richtigen sind,? Wahrscheinlich nicht, frönen die beiden doch mehr den kulinarischen Genüssen, nehmen es mit dem Fasten nicht so genau und waren der Stadt Saulgau nicht gerade wohl gesonnen. „Als Gott Saulgau erschuf, sprach er: Ich probiers noch einmal“, so Bruder Cantomas. Und inzwischen fliegen über die einstmals reiche Stadt die Tauben auf dem Rücken drüber, damit sie das Elend unter ihnen nicht mehr sehen. „Drum Brüder, eine gute Nacht, jetzt wird noch einer drauf gemacht“, so trösteten sich die zwei Ordensleute in ihren Kutten.

„Herausgeputzt mit spitzer Brust, da bekommen alle Männer Lust“, so präsentierten sich dann die flotten Käfer, nämlich die „Frauen vom Musikverein-Moosheim-Tissen“. Und sie legten gleich los, die „Frauen“, die Schorsch Müller aus Tissa ins Rennen schickte. „Ja, da liegt uns das Moosheim, das Moosheim im Sinn“ erschallte es aus vollen Kehlen. Nicht nur die Festbegleiter waren der Meinung, dass der Chor ein Kracher auf jedem Jubiläumfest ist, denn mit ihrem Stimmungsmedley holten sie die närrische Gesellschaft von den Stühlen. Doch damit nicht genug, auch die Mädels kamen bei dieser Hüttengaudi nicht zu kurz, schließlich hatte man noch einen Trumpf in der Hand. „Was d' Fraua a'goht. send ihr en Tissa henda da“, stellte „Alwin“ fest. „Klar, mir hond koine im Ortschaftsrot, des hot's bisher aber au gar it braucht“, so die Meinung von Schorsch. Dafür haben sie ja das Männerballett der Narrenzunft, das den Damen in nichts nachstand. Doch dann steuerte die Hüttengaudi auf den Höhepunkt zu. Vorsitzender Andreas Fluhr und Stefan Winkhart auf seiner „Steirischen“ fetzten auf der Bühne los. Dazu hatten sie sich alle Akteure von diesem Abend auf die Bühne geholt: „Bei ons isch Bürgerball im Klostersaal“ und „so lang's den MV Moosheim gibt“. Ja, da stimmte der ganze Saal mit ein und das Stimmungsbarometer war fast am Anschlag, wie es sich für den Bürgerball im Klostersaal gehört. Harry und Sonte konnten dann beruhigt übernehmen, und zum Tanz und Stimmung aufspielen.

Zeitungsbericht – Jubiläumskonzert MV Moosheim-Tissen e.V.

Schöner hätte es für den Vorsitzenden des Musikvereins Moosheim-Tissen, Andreas Fluhr, am Samstagabend nicht sein können: Am Ende des Jubiläumsjahrs zum 110-jährigen Bestehen der Kapelle führte diese im Dorfgemeinschaftshaus in Renhardsweiler ein Jubiläumskonzert auf: die Halle war voll und das Orchester unterhielt die Besucher mit bester Blasmusik. Es fehlte nicht an Abwechslung. Dafür sorgte auch der Nachwuchs, der sein Können zeigen durfte. Ein weiterer musikalischer Leckerbissen war der gemeinsame Auftritt mit dem berittenen Fanfarenzug aus Bad Saulgau.

„Die Zukunft unserer Musikkapelle von morgen“, sagte Andreas Fluhr, bevor 20 Buben und Mädchen vor großem Publikum auftraten. Das geizte natürlich nicht mit Beifall und „zufällig“, so Leoni Gebhart, habe man auch noch eine Zugabe parat.

Für die Aktiven hieß es, dem Motto des Abends – „So schön ist Blasmusik“ – gerecht zu werden. Der gleichnamige Titel – die bekannte Eröffnungsmelodie aus dem Grand Prix der Volksmusik – erklang zu Beginn des Konzerts. Alles stimmte bei diesem Eröffnungsstück und so legten die Kapellen den Grundstein für einen schönen, unterhaltsamen Konzertabend. Franziska Reiter brachte als Sängerin bei „Lenas Song“ mit ihrer klaren Stimme die lebensbejahende Botschaft des Songs eindrucksvoll zum Ausdruck. Das Orchester unter der Leitung von Christine Wetzel war beim Lied „Flieg mit mir“ der ideale musikalische Wegebereiter. Ein ungewohntes Bild bot sich, als sich der Fanfarenzug Bad Saulgau mit seinem musikalischen Leiter Josef Fürst zum Orchester gesellte. Mächtig und spektakulärer Auftritt bei den Stücken „Kreuzritter-Fanfare“ und dem „Hymnischen Musikspiel“. Das Publikum belohnte das gute Zusammenwirken der beiden Musikformationen mit viel Beifall.

Ein Kinderchor mit etwa 25 Buben und Mädchen formierte sich anschließend vor der Bühne. Speziell zu diesem Abend hatten sich die Kinder mit Christine Wetzel als Leiterin zusammengefunden. Sie wollten ihren Beitrag zum Programm leisten. Es war ein berührendes Lied aus dem Musical „Tabaluga“, das der Chor aufführte.

Marsch-, Polka- und Walzermelodien sowie Traditionsmusik im böhmisch-mährischen Stil bestimmte den zweiten Konzertteil des Programms. Mit klangvoller, schmissiger Musik präsentierte Christine Wetzel und ihr Orchester als erstes den „Kaiserin-Sissi-Marsch“. Hier kam eindrucksvoll durch die Musik das bewegte und nicht immer leichte Leben der jungen Kaiserin zum Vorschein. Mit der Polka „Schön bei euch zu sein“ erfüllte klangvolle Musik den Saal. Ein sehr facettenreicher, virtuoser Titel, bei dem die einzelnen Register sehr sauber den Boden für ein brillantes Gesangs-Quartett bereiteten.

Andres Fluhr, Hans und Christine Wetzel sowie Stefan Winkhart stellten gesanglich die Frage: „Wollt ihr weiter mit uns geh’n?“. Dafür gab es verdienten Beifall sowohl für Orchester als auch für die Gesangsinterpreten. Beim Kuschelwalzer von Pater Schad konnten sich die Zuhöhrer einfach zurücklegen, dem Gleichklang der Höner lauschen und die weiche Harmonie des Blechs und das feine Holz genießen.

Mit dem Stück „Das goldene Flügelhorn“ erreichte das Orchester abermals eine Steigerung. Hans Wetzel, Andreas Fluhr und Stefan Winkhart sangen ein „Hoch“ auf dieses Instrument, während die Musikanten mit ihrem solistischen Beitrag die beste Werbung für bodenständige Blasmusik betrieben. Dann war es so weit: Theresa und Elena Fluhr, die den ganzen Abend charmant durchs Programm führten, kündigten mit „Späte Liebe“ die letzte Polka an. Nach den Egerländer-Klängen forderte das Publikum eine Zugabe. Zusammen mit dem Fanfarenzug erklang der „Parademarsch der 18er Husaren. Mit dem Titel „Wenn der Tag zu Ende geht“, verabschiedeten sich die Musiker des Musikvereins Moosheim-Tissen.

Jubiläumskonzert – 110 Jahre Musikverein Moosheim-Tissen e.V. – SO SCHÖN IST BLASMUSIK!

Das Geburtstagsjahr des Musikverein Moosheim-Tissen neigt sich langsam dem Ende entgegen.

Der abschließende Höhepunkt unserer Geburtstagsfeierlichkeiten ist das Jubiläumskonzert, welches am Samstag, 10.11.2018 um 20:00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Renhardsweiler stattfinden wird.
Unsere Dirigentin Christine Wetzel hat ein interessantes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Eröffnet wird der musikalische Blumenstrauß durch unsere Jugendkapelle. Anschließend präsentieren sich die Musikanten des MV Moosheim-Tissen, zusammen mit den Freunden des Berittenen Fanfarenzug Saulgau und einem extra einberufenen Kinderchor dem Publikum. Der musikalische Rahmen an diesem Abend spannt sich vom traditionellen Reitermarsch, über bekannten Musical-Melodien, bis  hin zur Polka im Egerländer Stil.

Der Eintritt ist frei.

Hierzu lädt der Musikverein Moosheim-Tissen e.V. recht herzlich ein.

Jungmusikanten legen Talentprobe ab

Der Nachwuchs des Musikvereins Moosheim-Tissen e.V. hat am vergangenen Freitagabend dem Publikum gezeigt, was in ihm steckt. 14 der aktuell 20 Jungmusikanten in Ausbildung präsentierten sich den zahlreichen Zuhörern mit verschiedenen Liedbeiträgen. Auch Moosheimer und Tissener Schüler der Bläserklasse des Schulverbund Bad Saulgau waren anwesend und zeigten ihr Können. Der musikalische Bogen spannte sich an diesem Abend vom Kinderlied „Bruder Jakob“, vorgetragen als Kanon, über rhythmische Beats am Schlagzeug bis hin zu Auszügen aus der Oper „Carmen“. Für die jüngsten Vereinsmitglieder ist es nicht alltäglich, alleine vor Publikum zu musizieren. Für den einen oder anderen Nachwuchsmusiker war es das erste Mal.

Umso schöner war es für die jungen Musiker, dass sie gemeinsam mit ihren Freunden den Abend mit Bravour meisterten und bei ihren Eltern sowie den interessierten Besuchern für Begeisterung und Applaus sorgten. Mit drei gemeinsam Vorgetragenen Stücken beendeten die Nachwuchsmusikanten des MV Moosheim-Tissen den Abend.

Der Musikverein Moosheim-Tissen legt auch in Zukunft großen Wert auf eine optimale Ausbildung neuer Jungmusikanten. Zum neuen Schuljahr bietet der Musikverein wieder einen neuen Ausbildungsabschnitt an, der durch qualifizierte Lehrkräfte der städtischen Musikschule Bad Saulgau durchgeführt wird. Nähere Informationen erhalten interessierte Familien bei Jugendleiter Gerd Forstenhäusler (www.mv-moosheim-tissen.de).

Foto: Gerd Forstenhäusler

Wir sagen „DANKE“

Nach fünf wunderschönen Festtagen bei bestem Festwetter ist auf dem Festplatz in Moosheim wieder Normalität eingekehrt. Wir möchten auf diesem Wege die Möglichkeit nutzen und DANKE sagen.

🎼 DANKE an alle Festbesucher.
🎼 DANKE an Vlado Kumpan und seine Musikanten (official) für den tollen Blasmusikabend der Extraklasse.
🎼 DANKE an DOUBLE-4-TIME (d-4-t)für die wundervolle Zeitreise in die 70er & 80er Jahre.
🎼 DANKE an die Musikvereine (MV Marbach, MV Friedberg, MV Renhardsweiler, Stadtkapelle Mengen e.V., MK Zwiefaltendorf, Musikverein Hoßkirch e.V., Musikverein Reichenbach, Musikverein 1819 Göge-Hohentengen e.V., Stadtkapelle Scheer e.V.) , welche uns einen traumhaften Gesamtchor bereitet haben.
🎼 DANKE an die Musikkapelle Wohmbrechts e.V. für die stimmungsvolle Blasmusikparty – ihr wart spitze.
🎼 DANKE an die Singende Männer Liederkranz Tissen-Moosheim und an Pfarrer Eisele für die Gestaltung des Zeltgottesdienstes.
🎼 DANKE an die zahlreichen Schlepperfreunde, welche für eine unglaubliche Vielfalt vor unserem Festzelt sorgten.
🎼 DANKE an die Musikvereine MV Steinhausen a.d. Rottum, Musikverein Dieterskirch e.V.. und Musikverein Offingen für die hervorragende und schweißtreibende Unterhaltung am Sonntag.
🎼 DANKE an die Trachtenkapelle Egelfingen-Emerfeld e.V für die unterhaltsame Gestaltung unseres Festausklangs – es war genial.
🎼 DANKE an alle Helfer, Freunde, Förderer und Sponsoren unseres Musikvereins, welche uns durch Materialspenden und Arbeitseinsätze im Hintergrund oder direkt im und am Festzelt tatkräftig unterstützt haben.
🎼 DANKE an alle Anwohner für Euer Verständnis während der turbulenten Festtage.
🎼 DANKE an unsere Vereinskameraden. Ihr habt wieder einmal alles gegeben und für eine tolle Wohlfühlatmosphäre im Festzelt gesorgt.